Der Biber - eine Erfolgsgeschichte im Saarland

Biber mit Jungtier - Foto: Bernd Konrad
Biber mit Jungtier - Foto: Bernd Konrad

Ausgangspunkt waren Überlegungen des NABU Saarland, des Zweckverbandes Illrenaturierung und der Gemeinde Illingen den Biber an der Ill wieder anzusiedeln.
Eine Reihe von Expertengesprächen und der erfolgreiche Verlauf der Biber-Sympathie-Aktion „Berti come back“ führten schließlich dazu, dass am 9. Dezember 1994 fünf Biber von der mittleren Elbe in Sachsen-Anhalt in einem Kunstbau an der Ill ausgesetzt wurden.
In den Folgejahren wurden noch weitere Biber, in der Regel immer Familien und Einzeltiere im Bereich der Ill angesiedelt. Aber nicht nur dort. 1996 war dies an der Bist, 1998 an der Prims und am Wahnbach bei Noswendel, 1999 an der Blies, wo dann 2001 auch die letzte Aussetzungsaktion stattfand.
Insgesamt waren an saarländischen Gewässern rund 70 Elbe-Biber wieder angesiedelt worden. Von den anfänglichen 5 Tieren hat sich die Population auf inzwischen ca. 650 Tiere entwickelt, die an fast allen Gewässertypen des Saarlandes leben und die sogar dabei sind, weiter in benachbarte Regionen von Rheinland-Pfalz und Elsass/Lothringen vorzudringen.
Mit dem Biber gibt es im Saarland eine Tierart wieder, die vor über 150 Jahren ausgerottet worden war und deren Wiederansiedlung eine Erfolgsgeschichte ist, die bis heute anhält.

Verbreitung des Bibers im Saarland